So müssen wir iyn uns denken. In der Würde und Majestät des Sohnes Gottes, in den Vorzügen und Verdiensten unsers höchsten Wohlthäters, in der Hoheit und Gewalt unsers Herrn und einstigen Richters müssen wir ihn betrachten. Wie heilig, wie wichtig und theuer wird uns dann sein Abendmahl l
Stiftung des Heiligen Abendmahls.
Wirklich nur an den St fter des Heiligen Abendmahls dürfen wir uns erinnern, um cs gleich einzusehen, welche tiefe Ehrfurcht dieser Anstalt gebühre. Es ist der eingeborne Sohn Gottes, welcher das Abendmahl eingefetzt hat,—uns wir tonnten leichtstnnig und gedankenlos genug seyn, diese Anordnung gleichgültig von uns zu weisen? cs ist unser höchster Wohlthäter, unser Heiland und Erlöser, von welchem das heilige A- bmdmahl herrührt,— und wir könnten undankbar und verworfen genug seyn, dies Denkmal seiner Liebe gering zu schätzen? es ist unser Herr und künftiger Richter, welcher das Abendmahl stiftete,—und wir konnten unbesonnen und verblendet genug seyn, seinen Befehl aus den Augen zu setzen, da wir in seiner Gewalt jetzt und künftig uns Ahnden? Rein, wüsten wir auch weiter nichts, als daß Ehrnstus, der Sohn Gottes, unser höchster Wohlthäter und . yer Herr und künftiger Richter, das Abendmahl eEgenA hat,—mit heiliger Ehrfurcht, mit dankbarer Liebe und mit'wtligem Gehorsame müßten, wir schon deshalb es feyern.

