und Edelstein, und übergoldet mit Golde, auch mit Scharlach. Rosenfarb und Perlen. Dieses alles bedeutet der äußerliche Glanz, Pracht und Zierrath der päbstlichen Kirche; aber alles SSL ist aufferlich, und innerlich hat es keinen Werth und ist falsch. MAAuch hat sie einen goldenen Becher in der Hand voll Greuel (£ -K und Unsauberkeit ihrer Hurerey. Dieser goldene Bech er bedeut E tet das päbsiliche Gesetz der Kirche, welches ein unsauberes greuelvolles Gesetz ist vor Gottes Augen.

Vers S. Und an ihrer Stirn geschrieben den Namen, das Geheimniß. Das mar das Nothwendigste zu ihrem Plan, daß diese falsche Prophetin das Siegel der Verschwiegenheit tragen mußte; aber ihre Zeit war bestimmt bis zur Reformation, da wurde sie durch den Engel, der mitten durch den Kirchen-Him- mel flog, mit dem ewigen Evangelium verratben, und das war Luther; auch wird sie genannt: die große Babylon, die Mutter der Hurerey und aller Greuel auf Erden. Mit Recht führt sie diesen Namen, denn selbst in Babel, wo sie herstammt, sind keine solche Greuel und Abgöttereyen getrieben worden, als unter dem römischen Babylon.

Vers 6. Und ich sah das Weib trunken von dem Blut der Hei­ligen und von dem Blut der Zeugen Jesu. Noch kein Reich hat sich so im Blut der Heiligen getränkt, als das römische Pabstthum, welches der Menschheit schon genug bekannt ist, und noch dürsten sie nach dem Blut der Rechtgläubigen.

Vers 8. Das Thier, das du gesehen hast, ist gewesen das Thier auS dem Abgrund, war von Anfang, uud bleibt bis an das Ende, bis es reifist zum Feuersee. Jetzt heißt es, und ist nicht, und wird wieder kommen. Damals war das Thier nicht in der Kirche Christi, dann es konnte noch keinen Angriff auf die Gemeinde machen; es heißt aber: das Tbier wird wie­der kommen. Das geschah unter der ersten Verfolgung der christlichen Kirche, wie schon im Isten Kapitel bewiesen ist. Nun heißt es: es wird fahren in die Verdammniß, und werden sich verwundern die so auf Erden wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen in dem Buch des Lebens, darunter wird be­sonders die pabstliche Geistlichkeit verstanden, welche daß päbstliche Gesetz der Kirche dem Volk so heilig priesen, und an­dere christliche Religionen verdammten. Auch werden sich ver­wundern Könige und Fürsten, die das Tbier in seiner Macht helfen unterstützen. O! wie werden sie sich wundern, wann, sie werden sehen Ihre Heiligkeit in die Verdammniß fahren, und werden sehen das Thier, daß es gewesen ist und nicht ist-