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haben; denn wir haben leider über Menschenherzen keine Gewalt.«
CH andos entfernte sich. Der Verwalter blieb in der Thür stehen und blickte ihm nach, bis er hinter der Biegung des Kreuzganges entschwand.
V.
Es gibt Geschichten von den meisten Dingen auf Erden ■— von Königen und blutigen Kämpfen; von Republiken und Bürgerkriegen; von Gesetzen und Staatseinrichtungen; von Kirchen, Secten und Religionen; und von der menschlichen Gesellschaft — dieser großen, sonderbaren , unerklärlichen Mischung von Gutem und Bösem, in welcher die Tugenden und Laster der Menschen einander das Gleichgewicht halten. Aber dem Himmel sey Dank, eine Geschichte der Meinungen haben wir nicht; — eS wäre fürwahr auch ein gewagtes Unternehmen, eine Geschichte der Meinungen zu schreiben und zu zeigen, wie grundlos gerave jene sind, an denen die Menschen recht fest hangen, wie abgeschmackt oft die am meisten bewunderten , wie verderblich sogar manche fast abgöttisch verehrte Meinungen sind. Die Welt ist zu eitel und zu ruchlos, um ein ungünstiges Urtheil über ihre Meinungen geduldig anzuhören, und wir müssen mit dem Strome schwimmen , wenn wir nicht untergehen wollen. Zur Rechtfertigung der Welt müssen wir übrigens gestehen, daß durch das Umstürzen der bestehenden Meinungen tausend Uebel entstehen würden, wo eins gehoben wird — und wäre auch der Vermessene, der ein solches Wagstück unternimmt zehnmal weiser als S o l o n oder S a l o m o n. Die Erfahrung hat gelehrt, daß Jrrthum durch Jrrthum, Widerspruch durch Widerspruch, und eine Absurdität durch die andere ersetzt wird.
Die Folgen einer Laune I. 4

