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müssen, ohne welche man nie in der Gesellschaft' die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. ,

Wenn junge Leute auf die Handlungen und auf das Betragen solcher Personen, welche die Welt kennen, aufmerksam sind, so werden sie bald mit den Regeln vertrauter werden, und die Aus- Übung derselben wird dann bey ihnen weniger Schwierigkeit hab-en. Bald wird ihr unnatürliches und linkisches Benehmen, oder ihr gezwungenes Betragen, das Anstrengung und Mühe verräth, mit jener Ungezwungenheit vertauscht werden, die der Haltung und dem ganzen Benehmen Freiheit und Anmuth ertheilet, deren man durchaus nicht - 4 entbehren kann.

Ein freundliches einnehmendes Betragen, ein gefälliger anständiger Gang sind sehr vortheilhafte Eigenschaften, welche gewiß zu jeder Zeit das Wohl­wollen der Andern uns gewinnen, bei 'ihnen uns einschmeicheln, und so ein gewisses Vorurthcil zu unfern Gunsten bey ihnen erwecken: ja die wohl oft gar eine gewisse Herrschaft über sie uns einrä'u- men, während eine saure Miene und ein rohes und grobes Benehmen sogleich Abneigung einsiößt, ^ und oft in der Folge Mißtrauen, Verachtung und Haß erzeugen.

Zeder hat das Recht zu verlangen, daß er höf­lich empfangen und ausgenommen wird, und Nie­mand hat völlige Freiheit, in allem und überallzu thun, was ihm beliebt. Es gibt gewisse Regeln, welche gebiethen, daß in allem eine gewisse Schick- : kichkeit beobachtet wird, und dieses ist es Hauptfach- y J lieh, was man gute Lebensart nennt. 1