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noch, dass der Ballen der linken Hand mit jenem der rechten immer gegen dieselbe Seite gekehrt sey, d. h. er muß jedesmal in der oberen mittleren oder unteren Lage seyn, wenn es der rechte ist.
Der Stoß, die Herabsenknng des linken Armes und der Ausfall, sollen immer nur einen und denselben temps ausmachen, dennoch aber nie ausgefallen werden, ohne bevor die Klinge dirigirt nnd den rechten Arm ausgestreckt zu haben; eben so wenig darf man beim Zurückgehen in der Garde verweilen, der linke Arm muß sich schnell wieder erheben, in demselben Augenblicke das Knie in die vorgeschriebene Stellung gebogen werden, und der Körper begibt sich, indem man zugleich das rechte Bein ohne zu schleifen zurücksetzt, in die in der Garde ihm angewiesene Position.
Aus vorhergegangener Erklärung der Stöße ist leicht zu entnehmen, daß die Grundstöße, die prime, die seeomle und lerrie, die quarte, und von diesen die nbrgen abgeleitet sind; ferner wird daraus ersichtlich, daß die Faust beim Ausfall stets in einer solchen Höhe sich befindet, daß durch ihre Opposition Kopf und Körper genugsam gedeckt sind.
Im Grunde könnte man mir nicht unrichtig sagen, daß die Stöße wenig von einander unterschieden, und alle die inwendigen von der prime und seeonde, oder die auswendigen von der terze und hohen quarte abgenommen sind, da die andern nur durch die spezielle Lage und Höhe der Faust und die verminderte Direction der Degenspitze von ihnen abweichen; allein eben dieser, wenn auch anscheinend kleine, doch aber sehr wesentliche Unterschied erfordert es, ihnen der Kürze und Deutlichkeit wegen, eigene Nahmen beizulegen.
Es versteht sich von selbst, daß jeder der erwähnten Stöße nur nach des Gegners Stellung und nach der Lage seiner Faust und Spitze, mit einem Worte, nach der Beschaffenheitseiner gegebenen Blößen in Ausführung gebracht werden kann, wovon wi-r nun umständlich sprechen wollen.
Don den Volten.
Nun kommen wir auf gewisse Evolutionen des Körpers zu sprechen, die man Volten nennet, und durch welche man mit Hülfe einer geschickten Drehung oder sonstigen Bewegung desselben jener Linie entweichet, auf der unser Feind mit seinem Angriffe gegen uns eindringet.
Diese Volten werden gegen einen Feind angewendet, der unordentlich und mit ungezähmter Heftigkeit auf uns losstürzet; gegen bedachtsame und wohlgcübte Fechter aber sind sie mit ungemeiner Gefahr verbunden, daher man nur im äußersten Falle, und nur gegen Kämpfer von erstbemerkter Gonduite davon Gebrauch machen und immer die wirkliche Parade mit riposte vorziehen soll.
Unter den mehrfältigen Voltes-Arten, welche bisher mit mehr oder weniger liaison gebraucht sind, ziehen wir nachstehende, als für die wirkliche Ausübung am geneigtesten, vor.
Die halbe Volte (la demi volte) wird gemacht, da man in dem Augenblicke, als der Gegner prime oder quarte stößt und den Fuß zum Ansfall hebt, quarte oder eontre de quarte parirt, und zugleich schnell den linken Fuß an den rechten, der unverrückt auf seiner Stelle bleibt,^dergestalt versetzt, daß die Fußspitze des ersteren an den Absatz des letzteren gcschloßen zu stehen kömmt, wobei die Richtung beider Füße senkrecht, wie in der garde» auf einander bleiben, beide Knie müssen angezogen, der Körper ungezwungen gerade und dessen linke Seite wohl zurückgehalten, der rechte Arm gleich nach vollbrachter Wendung rasch auögestreckt, und die Spitze der feindlichen Brust entgegengesetzt werden. Fig. 7.
Nun kann man entweder in dieser Stellung den Stoß vollführen, oder nach dem Verhalten des Gegners, sich wieder in Vertheidigungsstand setzen, und auf der neuen Standlinie oder auf der vorigen in die Garde begeben.
Die ganze Volte (la volle entie're) wird auf dieselbe Weise, wie die halbe ausgcführt. Zm Augenblicke, wo der Gegner den Fuß um zu stoßen vorbewegt, dreht man sich nach vollendeter Parade auf der Spitze des rechten Fußes behende dermaßen rccbts seitwärts, daß der linke Fuß um solche, in der beizubehaltenden Distanz zweier Schuhlängen einen Kreisbogen von beiläufig 60" beschreibt, und hiernach niedergesetzt wird, wornach die neue Richtung der Absätze mit der verlassenen Standlinie wie natürlicb einen eben solchen Winkel bildet, und der sich mitdrchcndc Körper, dem Gegner nach vollzogener Wendung über Thcilc seines Rückens zeigt, der gewendete Kopf steht über die rechte Achsel auf dem Gegner, zugleich streckt mau, wie oben gesagt, seinen bewaffneten Arm dem ausfallenden Körper seines Feindes entgegen, und benimmt sich so fort, wie bet der halben Volte angedente: worden. Fig. 8.

