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dem Rathe des Polybius gefolget, so hätte es gleich Anfangs sein Unglück vermieden; nachdem es aber gefehlt hatte, so ver­dankt es ihm allein seine Rettung«').

Polybius verband Geist, ungemeine Belesenheit, Erfah­rung im politischen und militärischen Leben; er hatte Reisen ge­macht , wie zu seiner Zeit Wenige.

Im I. R. 589 ward er nach Rom gerufen, und 59 g fängt seine edle Freundschaft mit dem achtzehnjährigen S c i p i o an.

Die Achäischen Geißeln, von denen Polybius einer war, wurden im I. R. 604 freygelassen. VomJ. R. 607 und 608 war Polybius ben der Eroberung von Karthago mit S c i p i 0 gegenwärtig. Nach der Eroberung Karthago's eilte Poly­bius nach Griechenland und erwarb sich um jede Stadt die größten Verdienste; dann scheint er sein Werk beendet zu haben, im I. R. 6» 1 nach Aegypten gereiset zu seyn, und 620 den Scipio nach Spanien begleitet zu haben, und verschied un­gefähr 634 im z.vey und achtzigsten Zahre seines Alters.

Wenige Schriftsteller des Alterthums und der neuen Zeit haben so vieles und nach den Zeugnissen auch der Alten so Gutes geschrieben. Cicero de officiis lib. III. c. 32 , Polybius , bonus auctor in primis.

Nicht durchaus gleiches gutes Urtheil könnten wir von einem andern berühmten Geschichtschreiber, Livius, fällen.

Statt unserer eigenen Parallele zwischen Polyb und Li­vius wird Jedermann gerne die Gibbons hören:

»Niemand bewundert mehr als ich das historische Verdienst deö Livius; den majestätischen Fluß seiner Erzählung, in wel­cher die Ereignisse mit Schnelligkeit auf einander folgen, und doch ohne Uebereilung und Verwirrung; die beständige Schönheit und Kraft seines Styls , welcher die Leser aus ihren Zimmern auf den Schauplatz der Handlung versetzt. Aber wir haben es bier nicht mit dem Redner, sondern mit dem Zeugnißgeber zu thun. Unter diesem Gesichtspunkte erscheint Li v i u s nur als ein Gelehrter, mit dem Staube seiner Büchersammlung bedeckt, wenig mit der Kriegskunst bekannt, sorglos in Bezug auf die Geographie, und welcher zweyhundertJahre nach dem Zuge Hannibal's lebte.«

»In dem Ganzen der Erzählung sehen wir eher ein romanti­sches Gemälde, der Einbildungskraft zu gefallen, als eine treue und gedachte Schilderung, die dem Verstände genügen könnte. Der Gott*), der dem karthaginensischen Feldherrn erscheint, die Ber­ge^) die nur ihm allein zugänglich sind, der Essig, mit dem er die Felsen sprengt, sind Fabeln, die Livius ohne Kritik und

l ) Pausanias Arcad. lib. VIII. q. 3?. ») Livius lib. XXI. c. 2 a.

-) 1. >. c. 3 7 .