Mal ernsthaft," rief Lady Ormington zornig. — „Deine Stellung ist eine fehr unsichere! — Laß Dich warnen! Nimm Dich kn Acht! — Wenn Dein Bruder sich über die Beleidigung, die er von Dir erduldet, bei Deinem Vater beschweren wollte —"
„Nun, lieber Gott, was habe ich ihm denn gethan? — Ich habe bei feiner Rede so laut und anhaltend Beifall geschrieen, daß ich einen ganzen Monatsgehalt auf Brustkügelchen habe verwenden müssen, um die Heiserkeit meiner Stimme zu kucicen. — Ich habe vielleicht gesagt, daß er sich kleide wie ein alter Steckeladvocat, aber das ist wahr. — Na, wenn Harnes oder sonst einer meiner Colle- gen in einem solchen Rocke mir auf der Straße begegnete, und verlangte, daß ick ihm auf seinen Gruß danken sollte,
so .*
„Cecil!" unterbrach mich Lady Ormington mit mehr Energie, als ich jemals an ihr bemerkt, „hatte Dein Bru- der seine Beschwerden über Dich anstatt bei mir, bei Deinem Vater angebracht —"
„Er hat sich also über mich beklagt?" rief ich. „Der gute Junge ist wirklich dagewesen und hat bitter schluchzend gemeldet, daß ich ihm seinen Papierdrachen zerrissen —"
„Zwinge mich ja nicht, Dich zur Vernunft zu bringen," rief meine Mutter mit einer so plötzlichen Miene von Autorität, daß ich mich ruhig auf einen Stuhl niedersetzte und mich anschickte ihre Auseinandersetzungen ruhig unzuhören. „Bei all Deinen Ansprüchen auf Sitte und

