man Essig herarrsgenomnmr hat, welches alsdenn wah- ^

rend der Zeit, als man den hcrausgenommenen Essig ver- ! braucht, wieder zu Essig wird. >

Sollte man aber viel von diesem Essig verbrauchen, und diese Vermischung mit Wasser öfters oder zu ge­schwind hinter einander folgen, mithin der Essig schwach werden, so soll man etwas gestoßenen langen Pfeffer irr ein Säckchen thun und in das Faßchen hangen, so würde ' der Essig wiederum scharf werden, oder man soll zwey dergleichen Faßchen auf diese Art im Vorrath da liegen haben, damit man beym öftern Gebrauche des Essigs mit diesen abwechseln könne.

Ich muß gestehen, daß ich diesem Vorschläge nicht beypflichken kann, und daher auch keinen Versuch daniit < angesiettt habe; denn ich kann mich nicht überreden, daß 1 das viele Wasser, welches durch die Lange der Zeit zuge- ' gossen werden muß, unmöglich in einen guten Essig »er- ; wandelt werden kann, sondern immer ein schlechtes Sauer« ! wasser bleiben muß. Ich habe es nur dieferhalb mit au- , geführt, damit allenfalls Liebhaber von dergleichen Dun gen Versuche damit anstelle» können. Ich lobe mir eiiKii von Weizen gut gebraueken Esstg dafür.

Ein und zwanzigstes Kapitel.

Weinessig zu machen.

§. 161.

.Diele stellen sich bey Verfertigung des Weinessigs ganz

besondere Dinge vor; allein es ist nicht also, sondern seine Verfertigung ist nicht schwer. ,