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Revolutionen sind der Grundstein zur Größe der Völker! Von der Vertreibung der Könige an datirt Athen's und Rom's schwunghaftes Aufblühen; nach der Unabhängigkeitserklärung behaupteten die Niederlande eine Zeit lang die Herrschaft der Meere, die ihnen erst durch die Engländer entrissen wurde, nachdem diese aus ihrer Revolution die Kraft und den Geist gesogen hatten, der zu großen Thaten befähigt, nachdem der große Cromwell, der vielfach verleumdete, bei dessen Beurtheilung die Geschichtschreiber ein unvergängliches Zeugniß der Geistesarmuth und Parteileidenschaft abgelegt haben, nachdem, sage ich, der große Cromwell durch die Revolution den Grundstein zu Englands Größe gelegt hatte. Frankreich endlich behauptete eine Zeit lang nach seiner Revolution die Herrschaft über Europa, und nur der göttliche Hauch der Revolution gab ihm die Kraft dazu.
Von der Art und Weise, wie diese junge Triebkraft der Revolution benutzt wird, hängt es ab, wie lange die Größe der Nation dauern wird. Frankreich, in derselben wie in jungem Most sich berauschend, siel nach kurzer Weltherrschaft wieder in Lethargie zurück. England, mit jener göttlichen Kraft sparsam haushaltend, ist heute noch die Beherrscherin der Meere, und auf seinen Besitzungen geht die Sonne nie unter; es hat seine Freiheit bewahrt, während Frankreich zweimal wieder unter das Joch der Sklaverei gefallen ist. Und doch hätte England aller Ueberbleibsel der Herrschaft sich entledigen und noch größere Freiheit sich bewahren können, wenn es seine Revolution ganz weise benutzt hätte.
Deutschland hat, ich weiß nicht wie ich es nennen soll, das Glück oder das Unglück, später als die meisten seiner ebenbürtigen Nachbarn, in das Zeitalter der Revolution zu treten. Möge es die Lehren, welche ihm die Geschichte bietet, nicht unbenutzt an sich vorüber gehen lassen!

