so sein, so stärke du mich, himmlischer Vater, daß ich nicht wider dich murre; laß mich nicht verzweifeln; stärke mich in dem Glauben, daß auch dunkle Pfade, die du mich leiten willst, die einzigen Wege seien zu meinem Heile, und daß du mich die rechten Straßen führest um deines Namens willen." Nach wem hinaus schaute denn so die schöne Margarita?

Neben ihr diente auf der Sommerau der Knecht An­dreas. Sie hatten sich herzlich lieb und waren verlobt. Nun aber hatte Andreas schon vor mehreren Tagen nach Karls­ruhe hinunter reisen müssen; er sollte um den Kriegsdienst das Loos ziehen. Auch der Bauer sah ihn ungern gehen. Er hatte, ohne daß es Andreas wußte, mancherlei versucht, ihn von dem Ziehen des Looses zu befreien und ihn bei sich behalten zu können. Denn Andreas war ihm überaus nützlich, nicht leicht verstand ein Landmann den Feldbau, die Viehzucht und die Besorgung der Pferde besser, er konnte auch gut lesen und schreiben und galt unter den Bauern für einen Gelehrten, weil er so viel wußte und las; nicht leicht war ein Knecht treuer und fleißiger als Andreas; auch war er stets unverdrossen, heiter und aufgeweckt, sang und pfiff oft den ganzen Tag: seine Freude und sein Glück war ihm seine Margarita. Dem Bauer wäre es durch die ihm verpflichteten Vorgesetzten wohl noch gelungen, den Andreas vom loosen zu befreien; wie dieser aber von sol­chen Umtrieben etwas merkte, sagte er:Dazu gebe ich mich nicht hin; ich will von meinen Kameraden weder ge­haßt noch verhöhnt sein, als sei ich zum Kriegsdienst un­tauglich oder feig: am Ende mißgönnt mich der Meister dem Großherzog und dienen muß ich in allewege. Ich will auf geraden Wegen gehen und wohin mich Gott führt."