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' die Hamburger auf der Insel Neuwerk erbauten; jetzt verschwand auch dieser, und nun sah er über sich nichts als Himmel und um sich her nichts als Wasier. Lassen wir jetzt Robinson selber weiter erzählen. „Zwei Tage hinter einander hatten wir beständig heiteres Wetter und ziemlich günstigen Wind. Am dritten Tage überzog sich der Himmel mit Wolken. Es wurde immer dunkler und dunkler, und der Wind fing an heftig zu wehen. Blitz folgte auf Blitz, und Donner auf Donner. Der Regen goß in Strömen herab, und der Sturm wühlte so gewaltig im Meere, daß die Wellen sich haushoch erhoben. Das war ein Schauspiel! Wie schwankte das Schiff, als wäre es eine Nußschale, auf und nieder, bald von einer hohen Welle bis zu den Wolken emporgetragen, bald wieder in den tiefsten Abgrund hinabgestürzt; bald lag es auf der einen, bald auf der andern Seite. Welch Getöse verursachte das Zusammenschlagen des Tauwerks, das Knarren der Planken! Das Alles reichte hin, um einen Neuling, der noch nie Aehnliches gesehen noch gehört hatte, zu erschrecken. Mir schwindelte es vor den Augen, und ich fühlte mich so krank, daß ich glaubte, meinen Geist aufgeben zu müssen.
In der Todesangst erwachte mein Gewissen. Ich sah die Thränen meines Vaters, das Händeringen meiner Mutter; ich hörte die gerechten Vorwürfe des Einen und die klagenden Bitten der Andern und fühlte mein Elend als die verdiente Strafe, welche der himmlische Vater mir auferlegte, weil ich auf eine so unwürdige Weise meine guten Eltern beleidigt und meine kindlichen Pflichten so schwer verletzt hatte. Indem ich die ganze Größe meiner Schuld erkannte, that ich eine Menge Gelübde und schwur, wenn es Gott gefalle, mich zu erretten, wollte ich, sobald ich den Fuß an's Land setzte, die Verzeihung meiner Eltern erflehen und nie wieder an Bord eines Schiffes gehen, sondern mich in Allem den Wünschen meines Vaters fügen. Ich wollte, wie der aufrichtig bereuende verlorne Sohn, in das Vaterhaus zurückkehren.

