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und von ihren Zähnen Einsicht zu nehmen. Das geschah denn auch wirklich, und mehrere sckwarz gekleidete Damen wurden auf der Straße gestellt, mußten den Mund, soweit sie konnten, öffnen und ihr ganzes Gebiß der Einsicht der Polizei preisgeben. — Nachher gestand das Mädchen, daß sie den Brief selbst verfertigt und in ihren Korb gelegt hätte.
Das Siegel.
Zwei Wächter in dem von Brandbriefen bedrohten Gasthof sahen in später Nacht einen Herrn vorübergehen, welcher einen Brief fallen ließ. Beide stürzten, wie der Habicht auf die Taube, heraus auf den Brief, und eilten jubelnd mit der Beute hinauf, um sich zu überzeugen, daß es wirklich ein Brandbrief sei, und erst, als sie sich hievon wirklich überzeugt hatten, stürzten sie dem Uebelthäter nach, welcher sich jedoch inzwischen längst aus dem Staube gemacht hatte.
Der Gastwirth war kaum Besitzer des Briefes, als er ihn in ein Couvert ohne Adresse steckte, dieses versiegelte, und noch in der Nacht an die Polizei abgehen ließ. Hier wurde nun vorallererst das Siegel, da Siegel schon oft auf die rechte Spur geleitet haben, von allen Seiten beäugelt, gedreht und wieder gedreht. ^Da es aber keine Spur gab, so erschien es rathsam, dasselbe einem höheren Beamten zu übermachen, welcher es ebenso behandelte, aber ohne klüger daraus zu werden. Endlich wurde der sicherste Weg eingeschlagen, nämlich der gesiegelte Brief an den Graveur (Siegelstecher) geschickt, damit dieser untersuche, ob er nicht seit kürzerer oder längerer Zeit ein solches Siegel gestochen habe oder

