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Lähme der Lämmer.
rieben. Zeichne: Alle drei Stunden den sechsten Theil davon (lauwarm) zu geben, und nach Umstanden zu wiederholen.
Dem Füllen, welches stark laxirt, werde täglich mehrere Mal ein Clystir aus Chamillenthee und Stärkemehl, allenfalls mit dem Zusatze einer Auflösung von einigen Scrupeln des stinkenden Asands, beigebracht, und es werde in einem gut gestreueten Stalle, allenfalls mit eimr wollenen Decke bedeckt, warm gehalten. Außerdem muß es häufig zum Saugen aufgehoben und dabei unterstützt werden, denn durch die Mutter kann es die beste Arznei und die beste Nahrung erhalten. —
Saugt es nicht mehr, so geht es auch bald verloren, wie es in den Fallen verloren geht, wenn die Geschwülste unmittelbar die Gelenke betrafen (Gewiß der bei weitem häufigste Fall, bei welchem die Krankheit, entweder als hitzige Wassersucht der Synovialhaut, oder als eine Entzündung derselben, bei welcher sie bald Eiter statt der Gelenkfeuchtigkeit absondert, anfangt. In einigen Fallen hat man auch den Beinfraß der Gelenkenden ohne bedeutende vorausgegangene Ergießung schnell entstehen sehen. Die äußerliche Anwendung des Feuers auf das kranke Gelenk verdient nach den herrlichen Wirkungen desselben bei der Arthrocace, dem sogenannten freiwilligen Hinken der Kinder, Berücksichtigung), die Capselbänder, die knorpeligen Ueberzüge der Knochenenden und diese selbst von in ihnen enthaltener Jauche angegriffen und zerstört worden sind. —
Section. — Genaue Sektionen an dieser Krankheit zu Grunde gegangener Füllen haben gelehrt, daß nicht nur die Gelenkflachen da, wo sich früher Geschwülste gezeigt hatten, zerstört waren, sondern daß die mit diesen Gelenken in Verbindung stehenden Knochen sehr porös, cariös und sehr zerstört waren, während alle andere Organe zwar sehr schlaff, doch größten- theils gesund befunden wurden. Die kranken Knochen waren übrigens sehr leicht, — die Gelenkknorpel, welche sie bekleideten, waren größtentheils resorbirt. Bei einigen crepirten Füllen fand man besonders die Kniescheibengelenke, bei andern die Bug-, Sprung-, oder die Carpalgelenke, oder auch die mit diesen Gelenken in Verbindung stehenden Knochen oder das Brustbein afficirt, so wie man in der Umgebung dieser Knochen zuweilen Ansammlungen von Eiter oder Jauche und Zerstörung weicher Gebilde wahrnahm.
Lähme der Lämmer. Es ist dieß (nach Dieterichs) eine sehr gefährliche, verderbliche Krankheit der jungen Lämmer feinwolliger Schaafe, welche zuweilen mehr als die Halste eines Jahrganges der Lämmer wegrafft. Sie befällt vorzugsweise die Spätlämmer, allein auch die Frühlammer bleiben unter Verhältnissen nicht davon verschont; sie kommt am häufigsten in den Monaten Marz und April vor. Diese Krankheit äußert sich sowohl bei Lämmern von 6—8 Tagen alt, als bei andern von 14 Tagen, des^ gleichen auch, wenn sie schon 3, 4—5 Wochen alt geworden, gleichviel ob sie schwach oder stark sind; letztere überstehen die Krankheit in der Regel leichter, als die jungen schwachen Lämmer. Die Krankheit ist übrigens nicht ansteckeud.
Kennzeichen. — DaS bis dahin muntere Lamm wird traurig, geht nur langsam umher, und liegt viel, und springt nicht einmal der

