237

Doch ernster ist der Pfad der Pflicht In Eurer neuen Heimath Fluren,

Zum wechselvollen Sonnenlicht Verwandeln sich des Frühlings Spuren. Geschwisterlieb' und Elternsegen Begleiten treulich Euch dorthin.

Naht einst ans Euren Lebenswegen Des Herbstes goldner Hochgewinn,

Dann kehr' ich festlich wieder ein,

Vom Feld, das meine Hände pflegen, Die Traube jubelnd Euch zu weihn.

Die Mutter der Braut.

Ein biep'res Wörtchen Euch zu sagen,

Wie es die Mutterliebe beut,

Hab' ich beschlossen, beizutragen,

Zu diesem Fest der Fröhlichkeit.

Denn ob auch freudig sich verkündet Hier das Bewußtsein Eures Glücks,

Mein mütterliches Herz empfindet Die Würde dieses Augenblicks.

Nicht bleibt der Weg so glatt und eben, Wie er sich heut Euch offenbart,

Drum schaut hinaus ins Zukunftsleben, Vom Pfade froher Gegenwart.

Bedenkt, daß des Berufes Bürde,

Die Sorge, einst dem Leben naht,