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der Gemeinde mit dem durchdringenden Rufe eines einzelnen, aber mächtigen Akkordes zusammenrief, und welche wir, wie heute, den gläubigen Sinn eines vorgeschrittenen Jahrhunderts so würdig bezeichnen sehen.
England und Frankreich, Deutschland und Italien haben sich in der Geschichte des Orgelbaues ein Blatt ehrender Erinnerung gesichert; da wie dort bewahret neben dem größten Münster oft eine kleine Dorfkirche das Werk eines tüchtigen Orgelbauers, das noch späte Jahrhunderte zur Andacht stimmt. Auch in unserem geliebten Oesterreich fehlt es an solchen Werken historischen Werthes nicht. Seine Dome und Münster, seine Abteien und Klöster sind reich daran, und mancher österreichische Künstler hat im Orgelbaue einen nicht unbedeutenden Namen errungen.
Allein, sagen wir es offen, all' diese Werke stammen aus Zeiten her, wo Oesterreich viele Kirchen baute; aus Perioden der Kräftigung und der Wiederbelebung des Glaubens. Wenn in der jüngsten historischen Zeit der Orgelbau in Oesterreich nicht gleichen Schritt hielt mit dem Wetteifer anderer Länder, so liegt die Schuld in der Ablenkung des öffentlichen Geistes von kirchlichen Dingen, welche Krieg, innere Reformen, finanzielle Krisen und materieller Umschwung im Gefolge hatten. Allein das Fortschreiten des menschlichen Geistes beschränkt sich nie ganz ausschließlich auf einzelne Gebiete. Der Funke zündet auch dort, wo es vielleicht weniger erwartet wurde; weil eben, was der Geist erringt, ein Gemeingut wird für Alle. Hart hinter den Schrecken des Krieges sehen wir die Poesie sich "entwickeln; neben den Freigeistern Frankreichs spricht deutsche Philosophie und Geschichtsschreibung ihr ernstes Wort; und mitten im Getümmel der materiellen Interessen erinnert sich die Zeit, daß der Mensch auch ein Ewiges hat.
So wurde auch in Beziehung auf den Orgelbau in Oester- reich der Abgang des Besseren, des Neueren, des Vollkommeneren empfunden; der Vergleich mit manchen anderen Ländern Deutschlands lag nahe.
Man kann die Aufstellung der neuen Orgel in der Pfarr- kirche der ?. ?. frommen Schulen zu „Maria Treu" in der Josefstadt zu Wien geradezu als eine Kundgebung dieser Empfindung und
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