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3. Subbaß.16'
4. Prinzipal.8'
5. Baßflöte.8'
6. Grand Nasard ............ IO? z,
7. Superoktav.4'
und auf eigenen Windladen zu beiden Seiten rückwärts im Gehäuse
8. Baß Kontra...32'
9. Posaune.16'
Violonbaß 16', Oktav 4', Posaune 16' sind ganz neu, Prinzipal 16'wurde ergänzt, Baßflöte und Grand Nasard entstanden durch gänzliches Umarbeiten alter Stimmen; Baß Kontra, um auf entsprechende Mensur gebracht zu werden, wurde durch die 6 tiefsten Töne ergänzt; ebenso Subbaß, welcher, um eine gehö- rige Wirkung zu machen, die tiefe Oktav ganz neu erhielt. Durch diese sorgsamen und wohlberechneten Ergänzungen erhielt nun auch der Ton der einzelnen Stimmen eine Kraft und Fülle, wie man sie auch an guten größeren Werken selten findet *). Alle einzelnen Stimmen verbinden sich trefflich unter einander, so zwar, daß dem Spieler für alle angewandten Stärkegrade der Manuale die ent- sprechende Stärke des Pedales in reicher Klangfarben-AbwechSlung zu Gebote steht.
Für das volle Werk liefert der Baß Kontra, im Chore mit den übrigen Stimmen, welche für das einigermaßen an tiefe Klänge gewöhnte Ohr sehr deutlich akustisch den 32' Ton auSströmen, jene solide Unterlage, welche das ganze Werk so majestätisch erklingen macht, so wie die Posaune die Pracht deS ToneS erhöht, ohne, wie man dies oft genug hört, durch ein peinliches Gerassel zu stören; ihr Ton ist von gewaltiger Fülle und Rundung, und was ihrem Baumeister besonders zur Ehre gereicht, von sehr bestimmter und leichter Ansprache.
Die Wirkung deS ganzen Werkes ist majestätisch, mächtig daS Gemüth ergreifend, und wohlthuend, bei aller Gediegenheit und Kraft; die Haltung durch- auS emst, nirgends ein Vordrängen der einzelnen Stimmen.
ES muß mit Bewunderung anerkannt werden, wie trefflich der Künstler seine Dispofizion wählte, und jeder einzelnen Stimme ihren Charakter zutheilte, um bei der Ungunst des Lokales, wo der Chorraum, durch den Kuppelgurt verengt, die Tonwellen wieder in weite Kuppeln ausbreitet — den sich hieraus ergebenden nachtheiligen Einflüssen auf Klang und Zusammenklang zu begegnen, und alle ein- zelnen Stimmen dem gemeinschaftlichen großen Tone dienstbar zu machen.
Man wird in der That wenig Orgeln finden, wo es, wie in diesem neuen Werke, so vollständig gelungen ist, auS allen Stimmen so zu sagen Einen Ton zu bilden, deffenBestandtheile man nicht heraushört. Die Grundstimmen verschmelzen in jeder stärkeren oder schwächeren Verbindung in die größeren und kleineren, welche immer nur als Färbung und Verstärkung derselben erscheinen. Ebenso rühmenSwerth ist die Dispofizion der gemischten Stimmen; nirgends hört man selbe Vordringen, wie dies häufig noch bei ganz neuen Orgeln vorkommt; überall
*) Die ganze Orgel enthält 2040 Pfeifen, die tiefste hat innern Raum von 07632 Kubikzoll, während derselbe Ton in der alten Orgel nur 18908 Kubikzoll enthielt.
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