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Arthur hatte indeß einige Verbindungen in der Welt ange­knüpft . . . aber da er bald gewahr wurde, daß hier, wie an­derswo , die Liebe nur ein schickliches Mittel zum sinnlichen Ge­nuß sei, zog er es vor, diese langweilige Formalität abzukürzen, indem er schöne Buhlerinnen erkaufte, welche wenigstens ihr Gewerbe verstanden; und da er hierzu nicht mehr die Verbin­dung mit der Welt bedurfte, verließ er sie.

Hierauf wollte er reisen; er durchstrich Europa und Asien, blieb aber kalt bei den erhabensten Schauspielen der Natur; denn da er Alles durch die Chemie, die Physik oder die Algebra zer­gliederte oder erklärte, so blieb ihm, statt sanfter und lebendiger Eindrücke, nur ein wissenschaftliches trocknes und leeres Namen- verzeichniß.

O! um bei dem Anblicke eines großartigen und imposanten Schauspiels der Natur tief bewegt zu werden, muß man in sei­ner Seele das Erwachen des Gedankens an Gott, den Schöpfer der Welten, oder eine geheimnißvolle, mahnende Begeisterung zur Dichtung fühlen.

Aber Arthur erkannte Gott nicht und fühlte sich auch nicht mehr Dichter; ach! die schreibende, malende oder besingende Dichtkunst war in ihm auf immer erstorben, wie die Blätter im Herbste absterben; denn bei einem so vollendeten Menschen war diese glänzende dreifache Dichtkunst nicht das gewesen, was man Talent nennt, es war nur der harmonische Ausdruck der reinen und heitern Freude des Jünglings, welcher dem Leben entgegen- lächclt, nur der tiefgefühlte Ausruf von Glück, und Liebe, in wel­chen jedes Geschöpf ausbricht, wenn es die Sonne glänzen und die Knospen der Blumen sich entfalten sieht!

Kurz, Arthur war Dichter gewesen, weil er sechzehn Jahre alt war, Dichter, weil er seinen Vater anbetete; Dichter, weil seine Zukunft ihm eine angenehme und goldene Aussicht darbot; Dichter endlich, wie der Vogel des Himmels, welcher singt, so lange der Frühling dauert. Aber nach dem Frühling kommt der Winter; nach der Dichtkunst die todte, leere Zergliederung.

Und Arthur, der, wie wir gesagt, besonders seit dem Tode seines Vaters sich auf eine verzweifelnde Zergliederung zurückge­führt fand, fühlte sich mehr als je unter der ihn quälenden Frage niedergedrückt: Warum lebe ich?

Schreckliche Frage, wenn man für die Freuden dieser Welt