Obwohl übrigens an eine radikale Heilung dieser Schlaflosigkeit eben so wenig zu denken ist, als es möglich wäre, alle Gebrechen der Alters­schwäche zu entfernen; denn das allgewaltige Schwungrad des Lebens läßt sich nicht hemmen, . oder in seinem Laufe aufhalten, so glaube ich den­noch, daß ein regelmäßiges Leben, Mäßigkeit im Essen und Trinken, in Arbeit und Ruhe, ein zufrie­denes Herz, ein ruhiges Gewissen, tägliche Be­wegung im Freien, Harmonie in den Geistes­und Körperbeschäftigungen die Beschwerden des Alters, wenn nicht aufschieben, doch gewiß mäßigen werden.

Dieses sagt auch der verewigte von Büttner: »Auch ein Wintertag ist schön, wenn vom wolken­losen Himmel tief in Süden der Sonne Bild in zahllos krystallglänzenden Perlen im herrlichen Farbenspiele von der ausgedehnten Schneesiäche zurück strahlt, da verläßt alles die traurige Stube und erfreut sich der schönen Natur in ihrem Winter­glanze; da spielt die muntere Jugend, der Kälte nicht achtend, und sucht, und findet auch unterm Schnee noch manches Blümchen: so das glückliche Greisenalter, dessen Gebiet unter gewissen Verhält­nissen noch sehr ausgedehnt seyn kann, wenn Mäßig­keit und eine weise Lebensart den Gang durch das männliche Leben begleiteten. Die Abnahme der