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zürnen können und oft die Spielbälle ihrer Frauen sind.
Noch lebte Clelia's Geschichte in frischem Andenken in Olga's Erinnerung, und aus ihr schöpfte sie die Kraft, eine treue Pflegerin des Kranken zu sein, so daß dieser bald in ein für eine Familie mit Dienerschaft besser passendes Lokal gebracht werden konnte und nach dem Umzug bedeutende Fortschritte in der Besserung eintraten; trotzdem mußte er noch immer mit aller Vorsicht behandelt werden, und seine üble Laune nahm eher zu als ab, als ihm besser ward. Allein dies Mal war Olga standhaft, und Nielman betrachtete sie oft mit Bewunderung und Erstaunen denn obschon ihre Wange immer bleicher ward, obgleich sie fast vor Mattigkeit zusammenbrach, so harrte sie doch auf ihrem Posten aus, und nie hatte der Diener so gute Zeit gehabt, als jetzt, wo die Gemahlin des Grafen seiner Dienste so wenig bedurfte, weil sie Alles selbst that, wobei sein Herr sich wohler befand, als wenn er ihn pflegte.
„Du mattest Dich ab, meine Theure," sagte Gras Herrmann, als er einmal besonders redselig war, „Du solltest Dir mehr Ruhe gönnen; denn so Vieles könnte Nielman besorgen, auch die Nächte bei mir bleiben, denn ich bin vollkommen zufrieden, wenn Du am Tage einige Stunden bei mir bist; die

