Mit vollem Rechte läßt ſich demnach vorausſetzen, daß der Kaffehbaum in den ſüdlichen Provinzen Un­garns vorzüglich, aber in Dalmatien gedeihen müſſe; denn, um richtig zu folgern, wird dieſe, ur­ſprünglich Arabien, mithin einem heißen und tro ckenen Himmelsſtriche gehörende Pflanze, auch in jenen Gegenden am erſten zur Vollkommenheit gelangen, welche obige Eigenſchaften des Clima's in ſich ver­einigen.

Als dieſes Geſträuch zum erſten Male, um das Jahr 1760, von einem Herrn Declieux nach den franzöſiſchen Antillen gebracht wurde, war der Un­terſchied des Clima's, wie man vielleicht glauben möch­te, keinesweges unbedeutend. Es iſt zwar, was ſich nicht läugnen läßt, in Hinſicht der Wärme mit Arabien gleich; aber ſehr feucht, weil der Regen wiß nicht der Fall iſt.

Dem Zuckerrohre iſt für die Art ſeines Wachsthu mes die Feuchtigkeit, wenn ſie nicht gar zu groß wird, eher zuträglich als nachtheilig.

Bevor wir fortfahren, dürfte es nicht unzweck­mäßig ſeyn, in aller Kürze einen Begriff über dieſe Arten des Anbaues zu geben. der Kaffehb au m*)

Von Arabien, wo der Kaffehbaum einheimiſch iſt, kam die Frucht nach Agypten. Im ſechzehnten Jahr bunderte(1691) brachte ihn Proſper Atpinus als Arzenei nach Venedig. 1644 findet man ſchon den Ge