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können; aber eh' er die Augen auf immer schloß, sagte er zu seiner Frau: Wenn ich gestorben bin, so sage dem Conrector, daß ich noch im Tode mit Dankbarkeit an ihn gedacht habe.
Nro. 7. Der ehrliche Bauer und der dankbare Jude.
Führe uns nicht in Versuchung; sondern erlöse uns vom Nebel!
Ein Jude rrisete einst von der Messe wieder zu- rükk. Unterweges kam er an einen Strom, durch den er mußte. Schon oft war er ohne in Gefahr zu kommen, dnrchgeritten; denn es ging eine seichte Furt durch. Wenn man sich aber etwas zu sehr rechter Hand wandte, so kam man in einen tiefen Schlund, wo schon Mancher das Leben verloren hatte. Der^Jude, der dießmal nicht vorsichtig genug war, gerieth hinein. Ein lautes Geschrey, das er ausstieß, zog einen in der Nachbarschaft akkernden Bauer herbey Er sah die Gefahr deö Mannes, riß geschwind ein Pferd vom Pfluge, wagte sich ganz nahe an den ihm bekannten Schlund, und als das Wasser, das sich dort in einem Wirbel drehete, den in Todesgefahr schwebenden Juden hervorbrachte, war er so glükklich, ihn bey dem Mantel, den er umhatte, zu erhaschen und ans Land zu bringen. Des Geretteten Pferd aber ging verloren, weil es zu schwer bepakkr war, und sich also nicht hatte heraus arbeiten können.
Nach vieler Mühe, die der Bauer und die Seini- gen anwandten, brachten sie den halbtodten und er-

