tzen deö Nächstens. Hier will ich nur sagen: daß die Seelen, welche in dem Stand der ersten Bekehrung ster­ben, ihren Ort der Reinigung für eine gewisse Zeit in die­ser Welt haben: und dieses verursachet, daß sie denen le­benden Menschen öfters erscheinen, und in solchen würken.

LS. Man spricht: Ein frommer Mensch, der um den Geist GOttes bittet, sollte der den Geist eines Verstor­benen empfangen, der seinen Wohlgefallen daran har, dass er dasjenige zu thun forttreibet, was er that, da er noch in dieser Welt war l dieses könnte ja zu sehr betrübten Gedanken Anlaß geben, :c.

26. In der That wann man die Sache ans diese Wei­se nimmt, so könnten wohl traurige Gedanken daraus ent­stehen : Dann hierdurch präsupponiret oder setzet man zun; voraus daß die verstorbenen Seelen dasjenige zu thun fort­treiben, was sie in dieser Welt mir Lust gethan haben; nemlich daß sie diejenige, in welchen sie würken, mit gu­tem Vorsatz verführen, indem sie ihre Freude daran haben, dieses zu thun. Allein wir haben geschrieben, daß dieses nicht sey, sondern diese abgeschiedene Seelen können in Ansehung ihres Standes blind seyn, und sich selbsien ein Vlendwerck vormachen, gleich wie sie solches hier in diesem Leben gethan haben, und also betrüget: sie nicht aus ci- rrer erkannten Bosheit, gleich wie solches die böse Gei­ster thun.

27. Ich habe auch gemeldet, wie eine Person, die einen guten Willen hat, d-ergleichen Geistern Eingang ge­ben, und von solchen besessen werden kann, wann nemlich fein Stand oder innere Gemürhs-Beschaffenheit eine Gleich­heit har, mir jenen abgeschiedenen Seelen, die etwas seyn wollen, und zur Beförderung des Reichs GOttes durch sich selbsten nach dem Maaö, als sie solches begreifen, arbei­ten wollen: indem sie annoeh in dem Feuer ihrer eignen Wachsamkeit stehen, in welchem Stand sie auf besagte Weise arbeiten: Da auch im übrigen dieser Eifer mtt vie­ler Eigenheit vermachet ist, welche in dergleichen Perso­nen . annoch lebet, wie auch mit Hossart, und eigenem Ver­trauen und Genügsamkeit m geistlichen Dmgeu, ferner mit einem Verlangen oder Lust-Begierde ja denen aufferordent-