III

immerwahrenden Streit zwischen Vernunft und Sinnlichkeit? Wer erfahrt nicht seine Schwachheit, seine Neigung zum Bösen, seine Vorliebe für das Irdische, seinen Leicht­sinn, der das Himmlische vergißt, nur in Freuden und ungestörter Bequemlichkeit le­ben möchte?

Kommt, und betrachtet den auf Golga­tha sterbenden, tffifc aus seinem Grabe wie­der kommenden Jesus! Er ist unser Trost, unser Vorbild, unsre Kraft, unsre Starke und Ermunterung. Er bringt Licht in jede Dunkelheit; Er zeigt uns, was Tugend vermag, was sie dulden und lei­den, und zu welcher Höhe sie sich erschwingen kann; Er wendet unfern Blick von der Erde weg, und heftet ihn dahin, wo gerechte Ver- geltung, und Freude und Seligkeit für den Guten ist.

Kommt, leset und betrachtet, und wer­det tugendhaft, himmlisch gesinnt, gerecht und heilig durch eure Betrachtung! Das ist mein Wunsch.

Nur den leidenden Jesus Hab ich geschildert, manchen Umstand weggelaffen, der zwar auch in der Leidensgeschichte vor-