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Eigendünkel, ließen von unferm Leichtsinne, oder von bösen Beyspielen unS Hinreißen, daß wir, geblendet von sinnlicher Lust, geblendet von einem zeitlichen Vortheil — an den Willen des himmlischen Vaters, an Jesus Lehre und Bcyspiel, an unsre erhabene Bestimmung nicht mehr dachten! — O, wir haben unvernünftig, unedel und schändlich gehandelt! — Der unser Freund ist, aus Liebe zu uns den bittersten Leidenskelch aus der Hand des Vaters annahm, und durch Sein Leiden in Seine Herrlichkeit uns einführen — in die seligste Lage uns versetzen wollte; den haben wir der Sünde — der Eitelkeit, einer augenblicklichen Wollust, einer Freude, die heute ist, und morgen vergehet — schon so oft nachgesetzt! — D laßt es uns bereuen, laßt uns einsehen die Gefahr, in der wir schweben, indem wir uns auf solche Weise beynahe gefliffentlich ins Verderben stürzen! Laßt uns wachen über unser Herz, und durch stete Wachsamkeit jede Handlung zu vermeiden suchen, die am Ende nur böse Folgen für uns haben kann! — Laßt uns hintreten zu Jesus — Er nimmt uns gerne auf, und stärket mit Seiner Gnade unsre Schwachheit; — vor Seinem heiligen Angesichte laßt uns auf i n neues den Entschluß fassen, Ihn über alles zu schätzen, Ihm zu gehorchen, und ein Leben nach Seiner

