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letzten Stunden seines Lebens nicht verleugnen konn­te, stimmte mit ein in dieses spöttische Rufen. Was thut dem leidenden, gequälten Herzen we­her, als der Spott, und die offenbare Schaden­freude seiner Brüder? Aber Jesus schweigt;' auch das Bitterste ertragt Er geduldig; und Sein Schweigen sagt allen Menschen: Wenn die Bos­heit, oder die Leidenschaft, welche dich verfolget, aufs Höchste steigt; dann laß auch deine Ge­duld aufs Höchste steigen! Werde ein Held der Lugend, und vertraue dem Herrn! Er, der jedes Verdienst belohnt, wird auch auf dein Haupt die Siegeskrone setzen!

Der andre Mitgekreuzigte hatte ein sanf­teres, edleres Herz. Er bewunderte vermuthlich schon auf seinem Lodesgange Jesus stille und er­habene Geduld, und gewiß machte Sein ruhiges Schweigen unter dem Gespötte seiner Feinde den tiefsten Eindruck auf sein Herz. Voll Unwillens über das rohe Betragen, über die Gottesvergessen­heit des einen Mitgekreuzigten gab er ihm einen Verweis, wandte sich gegen Jesus, und bath: Herr, wenn du in dein Reich kommst, so gedenke meiner!"

Da sehen wir, auch der Mißkannteste findet immer wieder ein Herz, das seinen Werth ganz erkennet. Für Jesus war das mitten in Semen