Denksprüchc. 87

Sv behälft Du Deine Freunde,

So verlierst Du Deine Feinde.

' 103 .

Die Unschuld sei Dein schönster Kran;,

Laß bräutlich ihn stets Deine Stirne schmücken;

wird ihr himmlisch reiner Glan;

Des Freundes Herz weit mehr entzücken,

Als ihn der ^Schönheit Reiz entzückt,

Womit Natur so herrlich Dich geschmückt.

103 .

Wer Gottes Wege geht,

Der lebt mit sich in Frieden,

Und trägt den Himmel schon In stiller Brust hinnieden.

Ihn leitet Gottes Wort,

Daß er nicht irren kann!

Ihn treibet Gottes Geist Auf der betret'nen Bahn.

103 .

Gut zu denken, gut zu handeln,

Mit den Menschen friedlich wandeln Auf der Lebensreise,

Nach Vollkommenheit zu ringen Und die Zeit gut hinzubringen:

Das sei Deine Lebensweise!

106 .

Bewahre stets die Harmonie Deines Innern und äußern Lebens, und mit sichern: Schritte wandte die Bahn moralischer Selbstständigkeit.

107 .

In dem Bewußtsein seiner selbst, im freien Wtllen Seh'n wir das Göttliche sich schön enthüllen,

Es reißt der Mensch von sich und von der Welt.

Als höchster Zug, der alle Menschen leitet.

Wenn er durch Wüsten durch Gefilde schreitet,

Ist das Gewissen richtend hingestcllt.

108 .

Auch die Freundschaft windet Kränze,