III. Abteilung.

SU

136.

Ein Pfeifchen, ein Mädchen und Wein,

Das nenne im Leben stets Dein!

Dem klebrigen lerne entsagen,

Und lerne Dein Schicksal ertragen!

So wirst Du zufrieden stets sein.

137.

Sieben G.ründe gibt's zu trinken! Freundes-Ankunft, Nummer Gins!

Zwei: wenn schöne Mädchen winken,

Drei: Besonders Werth des Weins,

Vier: Ein Trinklied hoch zu achten;

Fünf: Ein trockner Gaum und Mund;

Sechs: Die Furcht vor künft'gem Schmachten: Sieben: Zeder an^re Grund

138.

Präge Dir beim Streite Zorn'ger Eheleute Diese Regel ein.

Zankt das M a s c u I i n u m Mit dem F e m in i mu m,

Mußt Du Neutrum sein.

139.

Wer nur naä) Schönheit freit,

Ist selten wohl daran!

Die Rosen welken ab, ; 1

Die Dornen bleiben d'ran. - *

140.

Willst Du Dir wählen ein Mädchen zur Frau, ' 0, so prüfe, mein Freund, Dich genau!

Drei sind der Fragen, die muß ich Dir stellen, Soll nickt der Ehstand das Leben vergälten. Erstens: wie steht es, hat's Liebchen auch Geld? Zweitens: ist's gut im Gehirne bestellt?

Drittens: Kann's Liebchen für schön auch besteh'»? Dreimal ein Za so mag es gcschehn!