er den hübschen Mädchen nach, und Sie sind ein hübsches Mädchen,— lassen Sie ihn seine Albernheiten treiben.
Emma. Mehr als Albernheiten,
— seine Anträge scheinen so ernstlicher Art, daß ich ste zurückweisen, oder ihr Haus verlassen muß.
Fr. v. Freud. Nein, Sie dürfen nicht fort, ich will's nicht. Sie bleiben. Ich will einen Ausweg suchen. — halt ich hab's — es ist ein Bischen Komödie dabei, aber das taugt in meinen Kram, Sie wissen ick bin eine alte lustige Frau — Sie sollen Ruhe haben.
Emma. Wirklich? —
Fr. v. Freud. In meinen Jahren wechselt man nicht gerne mit seiner Umgebung. (Läutet.)
Zweite Scene.
B o r i g e. I o h a n n (in Livroe.) Dann Ja q ues.
I o h. (langsam, melancholisch und im Grabeston.) Befehlen, gnädige Frau! —
Fr. v. Freud. Was hat Er denn? —
Ioh. (schwer seufzend.) O!
Fr. v. Freud. So red'Er. Was ist's denn? —
Ioh. (schmerzlich.) Sie wissen's ja ohnedem. Gnädige, — die Liebe ist's, die mich martert. O Gnädige!
— Sie sind 60 Jahre alt, wenn Sie einst erfahren sollten, was Liebe ist —
Fr. v. Fre u d. (lachend.) Er ist ein Narr!
Ioh. Noch nicht, — aber bald. O Gnädige! ahnen Sie nichts von meinen Leiden? — Ich hatte eme Geliebte, ste war eine Tirolerin aus Preßburg. — Vor zwei Iabren ist
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sie mit ihrer Schwester fort — und o!-
Fr. v. Freud. Und ist ste ihm untreu geworden? —
Ioh. Auf einem Stempelbogen Hab' ich's grad nicht, in ihren Briefen behauptet sie sogar, daß sie mich noch immer liebt und mir eine schnee- blüthenweiße Treue bewahrt hat. Aber sie ist jetzt in Paris — ein Jahr — ein Jahr schon — begreifen Sie jetzt, wenn ich sage: Paris — ein Jahr — Tirolerin! — 0 Toni! o Toni! —
Emma. Ist denn die Toni gar so hübsch? —
Ioh. Fräulein Emma — Sie sind sehr sauber, — aber gegen die Toni sind Sie oe, oe! —
Einma. D Du melancholischer Grobian!
Fr. v. Freud, (läutet. Iaques tritt ein.) Mein Neffe soll herüber kommen.
Jag. Ganz wohl! (Ab.)
Fr. v. Freud. Und nun merk' Er gut auf! Er bekommt eine diplomatische Mission. Wenn mein Neffe Demeter erscheint, wird er zu Allem, was ich sage, — Ja sagen.
Ioh. Ja! —
Fr. v. Fre ud. Wohlverstanden, zu Allem, was ich angebe, sagt Er Ja. —
Ioh. Ich werde mein Talent zum Chinesen beweisen, und nichts als ja sagen.
Fr. v. Freud. Sie thun desgleichen, liebes Kind.
Emma. Gnädige Frau, ich begreife nicht —
Fr. v. Freud. Sie werden mich gleich verstehen. Still, er kommt.

