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ein Gesang ihrer Liebe, welcher auf der Erde weder ' Laute noch Accorde findet, um fich auszudrücken. Dieß wird der himmlische und ewige Gesang seyn. Ist die menschliche Sprache eine Offenbarung, so ist der Gesang, eine höhere Offenbarung: er beweist Gott, er ist für Gott gemacht. Der Mensch mißbraucht ihn zu welt­lichen Zwecken, aber obgleich schön noch und entzückend in dieser Erniedrigung, ist doch nichts mehr in ihm den Erhabenheiten zu vergleichen, welche er entfaltet, wenn er seiner wahren Natur gemäß fich emporhebt, und unsre Loblieder von der Güte und dem Glanze Gottes zum Himmel trägt. Wirklich, während unsere Mütter sangen, erhob ich mich langsam gegen jenen Ort, wo die Hymnen ohn' Ende wiederhallen, deren Klänge mein Ohr zu erfassen glaubte. Ich war nicht mehr auf der Erde, wo man traurig den sterblichen Leib leben fiebt, sondern los von seinen Banden, frei, fröhlich, ohne Erinnerung, ohne Wünsche und vollkommen befriedigt lebte allein meine Seele. Jetzt, wo ich darüber nach­denke, scheint es mir, denn damals dachte ich nicht datan als erfüllte ich unermeßliche Räume, als brei­tete ich mich aus nach allen Seiten, wie die Töne, das Licht und die Wohlgerüche. Ist dieß natürlich? Ist es nicht ein Wunder in dem Wunder de^ Dinge? Einst hörte ich meinen Vater gegen diejenigen streiten, welche behaupten, der Mensch habe sich selbst seine Sprache gebildet und fich ganz allein sprechen gelehrt. Man muß