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rine von Medicis gründete das Schloß und den Garten der Tuilerien, und in dieselbe Zeit fällt die Erbauung des Arsenals.
Nun brachen die Religionskriege mit ihren fürchterlichen Folgen herein; Carl IX. befleckte die Straßen der Stadt mit dem Blute seiner protestantischen Unterthanen, bald schlossen sich die katholischen Bürger an die Nebenbuhler des königlichen Ansehns; Heinrich III. fiel ermordet vor den Mauern der Stadt, und eine neue Dynastie begann mit Heinrich IV.
Dieser eben so tapfere als großmüthige Monarch, welcher zu den wenigen gehört, die noch heute beim Volke beliebt sind, stellte bald den Frieden im Innern her, und da sein großer Minister, Sully, Ordnung und Regelmäßigkeit in den Staatshaushalt brachte, so konnte man sich bald mit neuen Anlagen beschäftigen. Der Pont Neuf wurde vollendet, die Quais wurden ausgebaut, der Tuilerienpallast erweitert, und die Gallerie, welche ihn mit dem Louvre verbindet, begonnen. Die Place Royale und die umliegenden Straßen wurden unter dieser und der folgenden Regierung erbaut. Dieser Platz und seine Umgegend, jetzt fast nur von alten Rentiers und zurückgezogenen Beamten bewohnt, war damals der Mittelpunkt der eleganten Welt, bis später die Mode dem andern Ufer und dem Faubourg Saint-Germain günstig wurde, welches jetzt sein altes Vorrecht der Gegend um den Fuß des Montmartres abtreten zu wollen scheint.
Schon unter der Regierung Ludwig XIII. fing der hohe Adel, welcher immer mehr Hofadel wurde, an, sich im Faubourg St. Germain anzubauen, und es entstanden um diese Zeit das Palais Royal (d. h. der eigentliche Pallast) und das Luxemburg, welches in diesem Augenblicke, wenn auch nicht verschönert, doch vergrößert wird. Eine andere Anlage welche jetzt auch vervollkommnet und eigentlich erst vollendet wird, der botanische Garten (jardin des Plantes ob.’tdii Hoi), wo bekanntlich die

