— 76 —
III.
lieber Gegenstände der Färberei.
A. Vorläufige allgemeine B e- merkungen.
Die Färbekunst beschäftigt sich damit, Farben von meist organischem oft auch unorganischem Ursprung auf Wolle, Seide, Haar, Baumwolle, Leinen und die daraus verfertigten Zeuge zu befestigen. Am besten von diesen Stoffen nehmen Wolle und Seide Farben an und oft brauchen sie blos auf die einfachste Weise mit dem Farbenstoff in Verbindung gebracht zu werden, um schön gefärbt zu seyn. Hinsichtlich ihrer Beständigkeit theilt man die Farben in ächte, unächte und Modefarben ein. Erstere sind solche, die den Einflüssen der Luft, des alles bleichenden Sonnenlichts, dem Wasser, Weingeist, verdünnten Säuren,*) Kalien und Seifen widerstehen. Unächte Farben werden vom Sonnenlicht gebleicht und werden, wenn auch nicht vom Wasser, doch von Lauge, schwachen Säuren und Seife theils ausgezogen, theils in ihrer Farbe verändert. M o-
#) Daher die bekannte Probe mit verdünnter Vitriol- saure auf achtes Jndigblaues Tuch. Chlor und Salpetersäure dazu anzuwenten, «ft falsch, indem diese auch die besten durch die Vitriolkupe gefärbten Zeuge angreifen und also Flecken auf ihnen machen.
