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III.

lieber Gegenstände der Färberei.

A. Vorläufige allgemeine B e- merkungen.

Die Färbekunst beschäftigt sich damit, Farben von meist organischem oft auch unorganischem Ursprung auf Wolle, Seide, Haar, Baumwolle, Leinen und die daraus verfertigten Zeuge zu be­festigen. Am besten von diesen Stoffen nehmen Wolle und Seide Farben an und oft brauchen sie blos auf die einfachste Weise mit dem Farben­stoff in Verbindung gebracht zu werden, um schön gefärbt zu seyn. Hinsichtlich ihrer Beständigkeit theilt man die Farben in ächte, unächte und Mo­defarben ein. Erstere sind solche, die den Einflüssen der Luft, des alles bleichenden Sonnen­lichts, dem Wasser, Weingeist, verdünnten Säu­ren,*) Kalien und Seifen widerstehen. Unächte Farben werden vom Sonnenlicht gebleicht und werden, wenn auch nicht vom Wasser, doch von Lauge, schwachen Säuren und Seife theils aus­gezogen, theils in ihrer Farbe verändert. M o-

#) Daher die bekannte Probe mit verdünnter Vitriol- saure auf achtes Jndigblaues Tuch. Chlor und Sal­petersäure dazu anzuwenten, «ft falsch, indem diese auch die besten durch die Vitriolkupe gefärbten Zeuge angreifen und also Flecken auf ihnen machen.