Dritter Abschnitt.
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Gegenstände aus dem Gebiet der Vieh- S«cund Thierarzeneikunde.
I.
Von den Pferden.
Einiges über Pferdezucht im Allgemeinen.
Das Pferd ist nur dann schneller und dauernder wie der Ochse, und vortheilbafter für den Landmann, wenn es besser als der Ochse gefüttert wird. Die Fütterung muß gleichmäßig geschehen zu allen Tageszeiten, und Morgens früher als wie beim Rindvieh, des Abends ebenfalls länger, weil das Pferd langsamer frißt. Wicken und ein Wickengemenge, ungedroschen zu Häcksel geschnitten, ist das vortrefflichste Pferde- futter. Hafer wird nie gut allein, sondern allemal mit Häckerling vermischt gegeben.^Gibt man im Sommer grünen Klee oder Luzerner, -oder grüne Wicken und Gemenge, so müssen diese erst Blüthcnknospen angesetzt haben, ehe man sie verfüttert. Auch muß man nur allmählich, nicht auf einmal von der trockenen zur dürren Fütterung übergehen, zuerst das grüne Futter ganz kurz schneiden, und mit Strohhäcksel vermengen.
