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Uly r ische

A »Land.

_i. Lage. Br. 4s 0 20' - 47" 5 1 . L. 3i°2o' - 35°. N.Rheinbund undOesfreich. 0.Un­garn und europ. Turkey. S. adriat. Meer und Türkey. W.ädriat. Meer und K. Italien.

2. Boden. Von verschlungenen Bergketten durchzogen, -worunter die harnischen

und julischen Alpen auf ihren Gipfeln ewigen Schnee tragen (derTerglou 10,194 F., Schneeberg 7,5co F., der Loibel). Der gröfste Theil dieser Gebirge von Waldungen bedeckt (der BirnbaumerWald inKrain). Unzählige kleine Seen, als Reste des Ozeans* der ehemals dieseThäler füllte (der berühmte Cirknitzer See). Zahllose Höhlen und tiefe Grotten (Adelsberger Höhle); malerische Wasserfälle. Von Rrain aus ziehen sich imHalbbogen die Kalkgebirge südwärts nach Dalmatien ab, immer nackter, immer niedriger. v

Flüsse: die Save mit der Kulpa, Drave, Zermagna, Kerka, Narenta, Cetli- na u. a. m. Uebrigens umfliefst das adriatische Meer mit den Meerbusen von Triest, Quarnero und Cattaro die Küste.

3. Klima. Der Sommer der höchsten Bergrücken ist Winter; der W T inter der tiefem Ebenen und Thaler hingegen nur dem nordischen Frühling gleich. Je tiefer man hinab gen Süden steigt, je lieblicher wird der Himmelsstrich, unter welchem zuletzt die schönsten Südfrüchte im Freyen blühen.

4. Gröfse und Bevölkerung (die Eintheilung geben Wir noch nach den bis­herigen Benennungen). nach Demian nach Hassel

1) Villacher Kreis 98 Q. M.

115,549 Einw.

108 Q. Ml.

117,815

Einw.

2) Krain . . 234

419,910

233

432,000

- *)

3) Friaul ... 42

76,421

67

124,000

4) Gebielh von Triest . * 3

29,227

3

3o,ooo

5) Kroatien:

a) ungarisch Littorale 7

3o,ooo

6

29,849

b) von d. Agramer Gesp. 68

85,ooo

81

141,975

c) sechs milit, Districte 195^

288,562

17# ~

294,279

647I Q.M1.

Dazu

1,044,669 Einw.

6723 Q.M1.

1,169,918 Einw.

6 ) Dalmatien mit Ragusa (nach Lichtenstern u. Hassel)

32 9 i

296,415

7) Istrien (nach Hassel) . .

52

89,634

Summa 1029Q.M.

1,430,718 E. od.

1054 Q.M.

1,555,967

Einw.

5. Producte.

j) Mineralien. Die Gebirge

Villachs, Krains, Friauls und Kroatiens ent-

halten unerschöpfliche Schätze des nützlichsten aller

Pdetalle, des Eisens.

Villacher

Kreis erzeugt Bley, Galmey, Wismuth; Krain jährl. 6000 bis 7000 Centner Zinnober,

) Nach den neuesten franz. Berichten enthalt Krain nur 370,000 Einwohner und Dalmatien ohne Ragusa 237,000 Einwohner,

Provinzen.

Quecksilber. Aber das mächtigste aller Quecksilber-Bergwerke des Welttheils ist -jenes bey Idria, wo jährlich über tausend Arbeiter beschäftigt sind, iSooo Centner dieses schätzbaren Halbmetalls auszubeuten. In den dalmatischen Bergen vermuthet man Gold. Aufserdem liefert Krain grofseLasten Salpeter, Alaun, und anderer nütz­lichen Fossilien. Salz geben die Küsten des adriatischen Meeres.

2) Pflanzen. Der_ fruchtbare Boden des Landes, noch immer nicht aufs höchste benutzt, bringt willig alle Arten Getreides hervor, Hülsenfrüchte im Ueber- flufs, Obst jeder Gattung, sogar Oliven, Citronen, Pomeranzen; Mandeln, Kasta­nien, Limonien u.s.w. Die kroatischen, triester und görzerWeine haben eben so viel Lieblichkeit als Feuer; Kroatien baut vielen Tabak; Krain vielen Safran.

3 ) Thiere. Ueberall wird mit Glück die Viehzucht betrieben, wiew r ohl nur Krain die Bereitung künstlicher Wiesen vorzüglich kennt. Krain und Kroatien haben an Pferden und Schafen die reichste Zucht; Villach und Krain rühmen sich der meisten Hornviehheerden; Kroatien hat die vorzüglichste Schweinzucht. Der Vieh­stand der Provinzen Krain, Friaul und Görz, Villacher Kreis und der sechs miliiar. Districte Kroatiens allein war im Jahre 1807: 52 , 35 o Pferde; 293,570 Hornvieh. 5 o3»79 5 Schafe; im milit. Kroatien allein 52,047 Schweine.

B. Einwohner.

1. Herkunft. Zahl. Nur im Nordwesten besteht der gröfste Theil der Ein- Wohrier aus D e u t s c h e n; südlich hin gibt es viele Italiener; wenigstens ist die Sprache dieses Volks auf der Küste vorherrschend. Slavischen Urprungs die Wen­den (Winden) in Krain und Villach. In den östlichen Provinzen sind die meisten Einwohner Wlachen und Kroaten.

Zahl siehe oben. Bevölkerung der vornehmsten Städte :

Triest 33,000 Einw. GÖrz i2,ooo Einw. Spalafro 11,000 Einw.

Dobronich i5,ooo Fiume 11,000 Laybach 9,000

2, Gewerbe.

1) M anufakturen und Fabriken. Nur die ehemaligen deutschen Provin­zen haben hierin den Vorzug. InKrain findet man zahlreiche Leinwand-Manufak­turen, die gegen tausend Stühle beschäftigen, Garnspinnereyen, treffliche Bleichen Spitzenkleppereyen u. s.w r . w r elche jährlich einen Gewinn von ungefähr 600,000 Gul­den gewähren; ansehnliche Tuchmachereyen; einträgliche Eisenhütten, Stahlhäm­mer u. s. w T . Sechs Nagelschmieden liefern jährlich 800 bis 1000 Centner, Nägel gegen 20,000 Gulden an Werth. Auch die Glashütten dieser Provinz verdienen rühm­licher Erwähnung; die Hütte zu Weilenstein arbeitet mit vollendeter Kunsl selbst geschmackvolle Vasen in Fayencemanier; Töpferwaaren und die Arbeiten der Piei- fenfabriken w erden w eit umher aus Krain versendet. Villachs Stahl- und Eisenhütten gehen selbst mit den steyermärkischen im Wettstreit. Eben so verdienen die Görz er

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