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aus seiner ersten glanzvollen Periode als Oberbefehlshaber der Armee in Italien, in Wort und Bild mitzutheilen.

In einer Nacht recognoscirte Bonaparte, in Begleitung seines Flügeladjutanten, die äußersten Vorposten, und fand da­selbst einen Posten, der auf sein Gewehr gestützt, eingeschlafen war. Frühere Nachtwachen und der angestrengteste Dienst, mach­ten ihn mehr der Natur als seiner Pflicht unterwürfig.

Der Adjutant erzürnt, wollte die Schildwache gleich durch­bohren , aber Bonaparte forderte ihn auf ihm beizustehen; er nahm oem Soldaten behutsam das Gewehr ab, und ließ ihn sachte, mit Hülfe des Adjutanten, auf das Gras unter einem Baume nieder. Hierauf befahl Bonaparte dem Adjutanten sich zu entfernen, ergriff das Gewehr, hüllte sich in seinen Mantel, und versah den Dienst, bis die Stunde zur Ablösung des Postens da war. Welche Feder wäre so kühn, die hierauf folgende Scene beschreiben zu wollen. Das Erstaunen der Wache, die zur Ab­lösung gekommen war; den Todesschrecken des Unglücklichen, als er erwachte, und Bonaparte erkannte, der für ihn den Dienst geleistet. Blaß und zitternd siel er zu seinen Füßen; doch der große Mann hob ihn liebreich auf, und ermahnte ihn, nur für die Folge wachsamer zu sein; auch ward er bald durch ihn beför­dert. In dem Kunstblatte sieht der geneigte Leser die ländliche Gegend, in Nacht gehüllt, der aufgegangene Mond beleuchtet diese menschliche Handlung. Der Soldat schläft bereits unter dem Baume, und vor ihm erblickt man den großen Napo­leon als Schildwache, in seinen Reitermantel gehüllt und mit dem Cäsarblick, das Gewehr tragend; die Porträtähnlichkeit scheint dem Künstler gelungen zu sein. Ueber den Berg herauf sieht man die Wachen, und die Offiziere Bonapartes kommen, die er mit freundlichen Blicken erwartet; auch sind die weit aus­gestellten Piquets sichtbar; das Ganze spricht den Geist Napoleons für seine Armee aus.