Leitungsröhren durch das Loth vereinigt sind, weil sich dieses letztere daselbst angehäuft befindet.
Maronen, Kastanien, Locken. So nennt man daS Anhausen des auf die Form gegossenen Bleies, welches auS doppelten und sich entgegengesetzten Ursachen entstehen kann. Die eine dieser Ursachen ist, wenn das gegossene Blei nicht heiß genug, und die andere, wenn eS zu heiß wäre. Im erstern Falle häuft sich'S auf dem Sande und hält das Streichholz auf; im an- dem gräbt sich'S in den Sand ein, ohne sich gehörig auszubreiten. Daher ist eS denn sehr nöthig, daß der Bleiarbeiter sich befleißige, den nöthigen Grad der Hitze zu bewirken und vorzüglich — zu erkennen.
Meisterblei. Nennt man das dichteste, beste, zu Versuchen und Kunstwerken am Meisten geeignete Blei.
Der Meißel. Wird von den Bleiarbeitern gebraucht, um damit Tafeln, Blei rc. durchzuhauen; oft aber auch zum Auffrischen der zu löthenden Stellen. (Vergl. Schab- oder Kratzeisen.)
Der Muff, das Heft. Ein hohles Stück Holz oder ein Griff, womit man das Lötheisen aus dem Feuer zieht, in weichem es heiß gemacht worden. Dieser Griff besteht aus zwei Theilen, die der Länge nach aufeinander paffen und womit man den eisernen Stiel des Lötheisens umgiebt, um sich nicht zu verbrennen.
Mulden Muidenblei, Blöcke. Stücke Blei, wie sie aus den Hütten kommen, gewöhnlich 1£ Fuß lang, 8 Zoll breit und 4 bis 6 Zoll dick. Sie find entweder oben platt und unten rund oder auf beiden Seiten eckig und bann an ihrer Grundfläche nicht so breit, als oben. Daö Gewicht ist verschieden und von 1 bis 5 Centner, nach den verschiedenen Hütten rc. Jede Hütte setzt ihr eigenes Zeichen darauf. (Bergt. Einguß.)
Nadeln. Wenn, wie bei'm Lochen fast immer geschieht, von dem Loth etwas durchdringt, so bildet dieses Spitzen inwendig auf dem Durchschnitte, welche man so nennt. Je weniger deren sind, desto besser ist die Arbeit zu nennen.

