Wahrheit, der jetzt halb unter der Erde steht, ausgehöhlt von den Erbbegräbnissen deiner Märtyrer, wird sich endlich über die Erde heben, und eisern mit jedem Pfeiler in einem theuren Grabe stehen!

441.

Die Zeit vergeht in Augenblicke, die Völker in Individuen, das Genie in Ge­danken, die Unermcßlichkeit in Puncte; es ist nichts groß.

442.

Ohne Achtung gäbe es keine Verachtung; ohne das Gefühl der Uneigcnnützigkeit keine Bemerkung des Eigennutzes; ohne Größe keine Kleinheit. So wenig du aus dem Schwanken der Saiten die Thränen des Adagio, oder aus den Blutkügelchen und drei­fachen Häuten eines schönen Gesichts deine Achtung für dasselbe erklärest; eben so wenig