24
2. Man bereite ſich die noch nicht getrie= benen aufbewahrten edlen Pfropfreiſer, und ſtelle ſolche zugeſchnitten in ein Glas oder Topf mit etwas Waſſer, damit man bey der Zuſammenſetzung nicht ſo lange zu thun hat, und ſo wohl Pfropfreis als Mutterſtamm nicht austrocknen.
3. Das Pfropfreis ſoll zwey oder drey Augen haben,(Tab. II. Fig. 1.) im Nothfalle iſt auch ein Auge hinreichend.
4. Der obere Theil des Pfropfreiſes a muß ſo wie bey dem Schiften zugeſchnitten, und mit Baumwachs, bevor es noch in den Spalt eingeſetzet wird, bedecket werden, weil das Pfropfreis, wenn es einmahl in dem Spalte ſtecket, ſehr zerbrechlich iſt.
5. Bekommt das Pfropfreis rechts und links einen Einſchnitt wie Fig. 1. b. b. und zwar gleich unter einem Auge wie Fig 8. damit es auf dem gleich gemachten Mutter— ſtamme genau aufſitzt; das Auge kommt von innen zu ſtehen, weil der Baſt des Pfropfreiſes ſeinen Saft nicht nur mit dem Baſte des Mut— terſtammes vereiniget, ſondern auch ihn dem Auge mittheilet, folglich der Trieb des Auges den entblößten Theil des Mutterſtammes deſto geſchwinder und ſicherer verdecket
Wird nach gemachtem Einſchnitte das Pfropfreis keilförmig Fig. 1. d., und dann der Rindetheil, welcher von außen des Pfropf

