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tungen ſtehende Aeſte eines Baumes gepfropft werden, ſo bindet man an die Aeſte unter dem Pfropfreiſe mit Behuthſamkeit Stäbchen, da­mit jene vor dem Aufſitzen der Vögel geſchützt bleiben./

14. Tab. III. Fig. 1. a. a. iſt ein ge­pfropfter Stamm von der Rindenſeite zu fee hen, wie der Veredlungszweig in den Mutter­ſtamm eingeſchoben ſtehet.

15. Soll der Mutterſtamm aber ein Zoll oder darüber dick ſeyn, ſo kann man(wie Tab. III. Fig. 2. a. a.) auf beyden Seiten Pfropf­reiſer einſetzen, damit ſie gegen die Mitte ges ſchwinder zuſammen wachſen, und ſich über den entblößten Theil des Mutterſtammes der Nine denwulſt bildet. Sind einmahl beyde Pfropf­reiſer gewachſen, ſo kann nach Belieben eines hinweg genommen werden.

16. Hat man im Pelzen oder Pfropfen eine Fertigkeit erhalten, ſo kann man auch, ohne den Mutterſtamm ganz zu ſpalten, bey ſtarken Stämmen das Pfropfreis in einen hal­ben Spalt einſetzen. Man ſetzet nähmlich das Spaltmeſſer, welches dazu am Ende ſtumpf ſeyn müßte, nur bis zu dem Marke des Mut: terſtammes, fährt damit abwärts, etwas tie­fer als bey obigem Pelzen, und dreht mit dem Meſſer den gemachten Spalt, ohne die Rinde auf der entgegen gefeßten Seite aufzuſpren­gen, aus einander, in welchem nachher das