Lavendeloͤl 4 Loth. Terpentinoͤl 12 Loth,

Das Lavendelöl bringt man in einen Kolben von paſſender Groͤße, der in einem Sandbade ſteht und durch eine argandiſche Lampe oder durch ein mäßiges Kohlenfeuer erwärmt wird. Wenn das Oel ſehr warm iſt, ſo bringt man nach und nach den geſtoßenen Copal hinein, und rührt die Miſchung mit einem Stäbchen von weißem, unten abgerundetem Holze um. Wenn der Copal vollkommen auf­geloͤſt iſt, ſo ſetzt man das Terpentinoͤl beinahe kochend unter fortwaͤhrendem Umrühren hinzu. Die Aufloͤſung wird bald eine Goldſarbe an­nehmen und einen außerordentlich dauerhaften und glaͤnzenden Firniß abgeben, der jedoch nicht ſo trocknend iſt, als der vorige.

15. Derſelbe anders.

Gewöhnlich iſt das Del, das man aus den Kauflaͤden erhaͤlt, gefaͤrbt und nicht dick genug; dann muß man es in zugeſtoͤpſelten Flaſchen einige Monate an die Sonne ſetzen, und zwiſchen dem Korkſtoͤpſel und der Fluͤſſig­keit einige Zoll Raum laſſen. Wenn der Fir­niß, den man durch Aufloͤſung des Copals in Terpentinoͤl erhält, im hoͤchſten Grade mit Co: pal geſaͤttigt iſt, ſo iſt er außerordentlich dauerhaft und glaͤnzend, er widerſteht dem Stoße harter Körper beſſer, als das gewoͤhn­liche Email der Galanteriewaaren, welches leicht Riſſe bekommt und an den Stellen, die der Reibung ausgeſetzt werden, weiß wird. Man bedient ſich ſeiner mit dem beſten Er­