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Fluͤſſigkeit gießt man durch eine reine Lein: wand und drückt fie ſtark aus, damit uͤbergießt man das Drachenblut, das Elemiharz, das Gummigutt und den Koͤrnerlack, welche alle geſtoßen und mit dem Glaſe vermiſcht ſind. Im Uebrigen verfaͤhrt man nach den obigen Vorſchriften.
Dieſer Firniß leiſtet ſehr gute Dienſte bei
phyſikaliſchen Inſtrumenten, man kann ihn auch zu gegoſſenen Zierrathen von Holzarbei— ten anwenden. Wenn das Drachenblut von
der beſten Art iſt, fo koͤnnte es eine zu ſtarker
Farbe geben, man muß daher weniger davon nehmen, ſo wie man auch die Menge der übrigen Farbeſtoffe nach Belieben vermindern kann.
Einen aͤhnlichen Firniß haben die Genfer Kuͤnſtler, wemit fie den kleinen Nägeln. zur Verzierung der Taſchenuhrgehaͤuſe eine orangenfarbige Goldfarbe ertheilen; ſie machen aber ein großes Geheimniß daraus. Man koͤnnte dieſer Miſchung mit leichter Mühe eine ſehr
lebhafte ſchoͤne Farbe ertheilen, ſie ziehen aber
die rothgelbe vor, welche durch gewiſſe Mi— ſchungen entſteht, die mit dem Firniſſe nichts gemein haben und mit gutem Erfolge durch Miſchungen von Salzen nachgeahmt worden ſind, wobei das Auripigment ein Hauptbeſtandtheil iſt. Die Naͤgel werden erhitzt, ehe man fie in den Firniß taucht, und nachher auf trocknem Papiere ausgebreitet. 58. Goldfarbiger Lack für meſſingene Taſchenuhrgehäuſe, meſſingene Uhrſchlüſſel u. drgl. Man nehme: Koͤrnerlack 12 Loth,

