wird weniger Leinoͤlfirniß als Terpentinoͤl ge: nommen, im Sommer hingegen umgekehrt. 38. Fetter Gold⸗Lackfirniß.
Man ſchmelze in einem neuen irdenen Topfe 2 Loth Gummilack, ſetze dann geſchmol zenen und pulveriſirten Bernſtein 3 Loth hin: zu, vermiſche veides mit 8 Loth gutem, leicht trocknendem Leinoͤlfirniß und 16 Loth Zerpens tinoͤl, und gebe zuletzt, wenn die Miſchung einen Theil ſeiner Hitze verloren hat, die rechte Goldfarbe mit Tinkturen von Drachen: blut, Saffran, Gummigutt und Orlean, von dem einen oder dem andern mehr oder weniger, bis man die gewuͤnſchte Farbe getroffen hat.
Nach dieſem Verhaͤltniſſe eignet ſich der Lackfirniß für Gegenſtaͤnde, welche kalt, d.h. nicht in der Hitze getrocknet weiden; wenn aber derſelbe für weiße Metalle ꝛc. beſtimmt iſt, die man in der Hitze trocknen kann, ſo muͤſſen 16 Loth Oelfirniß, und nur 8 Loth Terpentinoͤl genommen werden, und damit der Lack ſich beſſer austheilt, erwaͤrmt man ihn und den Gegenſtand vor der Anwendung.
39. Vernſtein⸗Lackirung auf Holz, dem Mahagoni ähnlich.
Alle Arten von Beizen, und wenn auch die ſtaͤrkſten, ſchaͤrfſſten und dauerhafteſten Ins gredienzien dazu genommen werden, verlieren nach und nach ihr Feuer und ihre Rothe, beſonders das Lindenholz, obſchon ſich ſolches vorzüglich ſchoͤn beizen läßt, Dieſe Beraͤnde—rung tritt um fo früher ein, je mehr das Holzwerk der Sonne ausgeſetzt if, Um ſo ſchaͤtz

