werden koͤnnen; es darf auch nicht viel Terpentinöl beigemiſcht werden, ſondern das richtige Verhaͤltniß beſteht in 3 Theilen dickgeſottenem Leinoͤlfieniſſe und 1 Theil Terpentinoͤl. In Ermangelung des Copal⸗Lackfirniſſes kann Bernſtein⸗Lackfitniß genommen werden. Vor dem Auftragen dieſer Lackfirniſſe wird der Gegenſtand mit einem Stucke Rehleder und ein wenig Zinnaſche polirt, nur muß man ſich hüten, denſelben nach der Politur mit bloßen Haͤnden anzufaſſen.
45. Lackfirniß auf zinnerne und blecherne Gefäße.
Sowohl zinnerne als blecherne Arbeit, wenn auch das beſte Material genommen wird, bekommt in kurzer Zeit ein ſchlechtes Anſehen. Um dieſem Uebel zu begegnen und der Arbeit ein ſchoͤneres Anſehen zu geben, trägt man einen guten Lackfirniß auf, welcher Hitze und Naͤſſe vertragen kann. Hierbei verfaͤhrt man folgendermaßen: Zuerſt wird die Arbeit, welche lackirt werden ſoll, mit einem wollenen Lappen und etwas praäparirtem Hirſchhorn trocken abgerieben, und man faßt das Geſchirr, nach bieſer Reinigung nicht wieder mit bloßen Haͤnden an. Hernach reibt man die Farbe, die man beſtimmt hat, ſo fein wie moͤglich, und rührt ſolche mit Copal Ladfirnig ein. Wenn man die Farbe auftragen will, ſo wird das Geſchirr ein wenig erwärmt, weil dadurch die Farbe beſſer fließt und ſich gehörig vers theilt, daß man keine Pinſelſtriche bemerken wird. Nach dem Auftragen der Farbe wird das Geſchirr in eine maͤßige Waͤrme geſtellt;
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