mit ſtarkem aber ungefaͤrbtem Kornbranntwein fo ſchnell wie möglich abgerieben dann in Heiz nen Haͤuſchen auf einer Glastafel getrocknet, hierauf wieder mit Copallackfirniß abgerieben, gibt eine ſchoͤne blaue Farbe, die man durch einen Zuſatz von Bleiweiß nach Gefallen lichter machen kann. c) Rother Lackfirniß.
Dieſen verfertigt man von feinem Florentiner⸗ oder Kugellack, welcher, wie das Bergblau, mit reinem Kornbranntwein recht fein abgerieben, in kleinen Haͤufchen auf reinem Papiere getrocknet und ſorgfaͤltig vor als lem Staube bewahrt wird. Iſt die abgeriebene Farbe an einem ſchattigen Orte in freier Luft ganz ausgetrocknet, ſo reibt man ſie mit dem beſchriebenen Copallackfirniſſe zum zweiten Male ſo fein als moͤglich, bringt ſie in ein reines Gefaͤß und verdünnt fie zum Auftragen. Soll der Lackfirniß hellroth werden, fo nimmt man, ſtatt getrockneten Florentiner⸗ oder Kugellack, feinen Zinnober und behandelt ihn eben ſo.
d) Gelber Lackfirniß.
Man reibt Caßlergelb zuerſt mit reinem Flußwaſſer ab, trocknet es in kleinen Häufchen und reibt es nachher mit Lackfizniß noch einmal und zwar fo fein wie moͤglich. Auch Neapelgelb mit Terpentinoͤl, oder Rauſchgelb mit Urin oder Weingeiſt fein abgerieben, gibt gleich falltz eine ſchoͤne gelbe Farbe. Zu wohlfeilen gelben Lackirungen nimmt man feinen lichten Ocker, vermiſcht ihn mit feinem Bleiweiß und behan

