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wenigstens zur Halste dem Herzen anvertrauen; — denn Abscheu vor Unredlichkeit, Schurkerei und aller Laster ist eine stärkere Schutzwehre der Tugend, als das tiefsinnigste Raisonnement über ihre Niedrigkeit. Das Herz muß sich gegen eine schlechte Handlung empören, sonst ist man höchstens ein tugendhafter Schwätzer. Der Verstand dient nur dazu, dir Verhältnisse des Menschen richtig zu übersehen, daß man nicht ungerecht ist, wenn man gerecht feyn will.
1035 .
Derjenige Mensch, welcher die Ruhe — das Glück anderer Menschen, sich allein aufopfert, ist das grausamste und wildeste Thier unter allen; alles muß sich vereinigen dasselbe auszurotten.
1036 .
Der Neid gibt dem — der das Größere darbietet, mit Freuden das Mäßigere, er raubt niemahls das wahre Lob dem Bescheidenen, der das Eitle und Unverdiente ausschlägt.
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So wie man einen prunkvollen und schwülstigen Vortrag vermeiden müsse, so muß man sich auch vor einer trockenen und niedrigen Schreibart hüten. — Ein schwülstiger Vortrag ist in Staatssachen unbrauchbar, ein trockener aber, unfähig Eindruck zu machen.

