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wäre dem Unglücke die Feigheit eben so, als Muth und Tapferkeit dem Glücke zuzuschreiben.

1037 .

Wer den Namen einer Sache nicht recht verste­hen lernt, weiß auch mit der Sache selbst nicht um­zugehen. Wer aber gut rathen kann, ist der beste Wahr­sager, und also ist ein solcher demjenigen ähnlich, der durch Wahrscheinlichkeiten die Zukunft auszuspüren und zu erhaschen sucht.

1088 .

Weit öfter verführt das Laster die Tugend, als von der Tugend das Laster bekehrt wird. .

IV89.

Das menschliche Herz ist für mannigfache böse Nei­gungen höchst empfänglich, die, wenn die Vernunft und fester Entschluß nicht zeitig und standhaft entgegen ar­beiten, bald zur Gewohnheit und eben so baldzum wirk­lichen Laster werden.

1090.

Nicht auf die Worte des Sprechenden, weit öfter auf seine Miene, seinen Ton kommt es an, wenn wir über die Wahrheit oder Falschheit seiner Gesinnung ein Urtheil fallen sollen.

1091.

Tugend und Laster gleichen sich wenigstens darin, daß sie alle Übrigen sich gleich zu sehen wünschen.