Drum reicht ſie bangend ihre kleinen Haͤnde, Bringt zagend ihre kargen Bluͤthen dar,
Und flehet zu des erſten Morgens Spende, Nur eine Seele liebewarm und wahr.
O, daß der goldne Traum ſich nimmer wende, Daß gruͤnen bliebe, was ſo bluͤhend war, Daß Lieder, wo des Menſchen Rechte ringen,
Auch ruͤhrend möchten zu dem Herzen dringen.
Der Zeiten Nacht und Graͤu'l hat ſie geboren, Wo jedes Hohe, jedes Heilge log;
Nur manchmal pflegten die erzuͤrnten Horen Ein Veilchen, daß das reine Leben ſog.
So Hoͤll und Himmel brůderlich verſchworen Den bunten Kranz der Nacht violen zog, Und ſo mein Lied, magſt ſterben oder leben,
Was Teufel nahmen, muͤſſen Goͤtter gehen]

