Schon weht die freye Luft ihm wieder zu, Als Richard kommt und ihn erkennt, Und aufhaͤlt mit ſolch ſchnoͤdem Worte: Willkommen Saͤnger! kommſt gelegen, Zur Zier der Tafel mußt du ſingen, Daß du Minhildas Feſt erhoͤheſt!| Wohin? willſt fie nicht wiederſehn?| Komm, wuͤnſch ihr Gluck, ſonſt trifft mein Flamm­

berg Des Knechtes ungehorſam Herz.

Da ſieht der Knecht ihm frey ins boͤſe Auge, Er fühlt ein ploͤtzlich gluͤhendes Verlangen, Und ſpricht geheim und zart: ich bin von eurem Blut, Und weil ich will, erfuͤll ich das Verlangen, Weil euer Dolch, der mich zu treffen glaubt, Noch meines Lebens hoͤchſte Wonne wird!

So blieb er, und beym reichen Schmauſe, Beym wohlgeſtimmten Becherklang Sang er in wilde ungeſtuͤme Freude Das Liedlein auf dem Felſen. Voll hoͤhnſchem Lächeln Hört der Graf die Töne, Und einer Hand entzittert fill der Becher,