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werthen Charakter und nach Festigkeit der Grundsiche fragt. Die Männer, mein lieber Melmoth, sind in der That nicht solche Thoren, als die Damen sich wohl einbilden mögen; wir sehen cs - gern, wenn sie französisch und italianisch sprechen, und wir horchen mit Vergnügen, wenn sie uns entweder ein Liedchen singen, oder uns eine Sonate spielen. Dennoch ist alles das nur Nebensache, in der Ehe fallen diese glanzenden Producte ihrer Erziehung, sowohl als die Schönheit ihrer Gesichter in unserer Achtung, und nur gesunder Verstand und wahre Tugend fesseln uns noch. Der Gegenstand der Leidenschaft aller Männer zu werden suchen, iss daher für das Weib ein gefährliches Streben; Gefallsucht und Leichtsinn verleiten ein solches Weib gewöhnlich, sich denen hinzugeben, welche daran arbeiten, es zu verderben; die einzige Person, welche, sich zu verpflichten, es überall vermeidet, ist der unglückliche arme Teufel, welcher beständig darauf bedacht ist, dessen Glückseligkeit zu befördern. Daher werde ich, wenn ich heirathe, auf ein Frauenzimmer sehen, deren geistige Vorzüge mjj den körperlichen in Berhaltniß stehen. Wenn bloßes Äußere im Stande wäre, mich- zu fesseln, so würde ich an keine andere Dame in der Welt eher denken, als an Miß Mildmay. Allein dieses Geizen nach Bewunderung, welches, wie ich fluchte, alle ihre Seelcnkräfte verschlingt, drangt

