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fürchtet eure jugendliche Unerfahrenheit, eure Unbekanntschaft mit der Welt! Ach wie manche, einst auch schuldlose junge Seelen, die nicht weniger wie Ihr am Tage ihrer BundeS- feyer vor Eifer in der Treue gegen ihren Herrn brannten, fürchteten das alles nicht, sind unter diesen Nachstellungen gefallen, haben ihren Herrn verleugnet, sich vom Wege seiner Nachfolge auf tausendfache Irrwege der Thorheit und des Lasters verloren, und sind mit unheilbar blutendem Herzen den Abgründen des endlosen Verderbens zugeeilt.
Daß Ihr nicht ihre Mitgenossen werdet, wachet, meine Kinder! In den bisherigen Jahren bedachtloser Kindheit wachten sorgsame Eltern, Lehrer, Jugendpfleger über Euch. Jetzt betreten manche unter Euch, fern von jeder wachenden Aufsicht, den Schauplatz der großen Welt; selbst wenn Ihr noch väterliche mütterliche freundschaftliche Rathgeber Euch zur Seite sehet, wie würde je Eure Vernunft Selbstständigkeit, Eure Tugend Festigkeit gewinnen, wenn Ihr bei selbsteigner Stärke zur Weißheit und Tugend Euch nur durch fremdes Geleite wolltet führen lassen? Vermag auch der treueste Rathgeber Euch ins Herz zu sehen? und wer soll Eure Gedanken ordnen, Eure Begierden zügeln, wenn Ihr es selbst nicht wollet?
Wachet

