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gestellt, ungefähr drei mid einen halben Durchmesser oder acht Fuß sechs Zoll von einander entfernt. Als ein die­sem Sänlen-Abftande ;u machender Vorwurf ist bereits er­wähnt worden, daß, wo man stch nicht Steine von unge­wöhnlicher Größe verschaffen konnte, die Architraven noth- wendiger Weise entweder flache Bögen oder hölzerne Bal­ken waren, (S. Fig. 76. b). Hier hatte man sich des lctztern Materials bedient, worauf sich, wie man ans der beigcfiigten Abbildung sehen kann, ein steinernes Simswerk (entiililttturv) (S. Fig. 76. d) erhob, über demselben be­fand stch eine Gallerie °); wenigstens war Ließ, wie wir ans dem Vitruv lernen, die allgemeine Regel; und gewöhnlich war eine solche Gallerte für diejenigen bestimmt, welche die öffentlichen Einkünfte ;u verwalten hatten.

Die Area des Forum zierten Piedestale, für die Sta­tuen derjenigen, welche diese Auszeichnung verdienten oder sich verschaffen konnten. Einige sind hinreichend groß, um Reiterstatuen aufuehmen zu können. Sie bestehen alle aus weißem Marmor, sind mit einem dorischen Fries verziert, und scheinen zu der Zeit, als Pompeji verschüttet wurde, an die Stelle älterer Piedestale gesetzt worden zu seyn. Am südlichen Ende sicht man einen kleinen isolirten Bo­gen, worauf vielleicht die Schutzgottheit der Stadt gestan­den hat.

Von der Art war der Bau eines römischen Forum; es wird dem Leser nicht schwer fallen, seine mit Pracht vereinigte Zweckmäßigkeit zu schätzen. Einiges Erstaunen dürften die großen Summen erregen, die man an öffent­liche Gebäude in einer unbeträchtlichen Stadt verschwendete. Allein die Römer führten ein öffentliches Leben, und hin­gen hinsichtlich ihrer Vergnügungen und Lustbarkeiten vom Gemeinwesen ab.Ein römischer Bürger, sagt M. Si- mönd," ging frühzeitig aus, und kehrte nicht vor dem

°) In den Löchern (Fig. 76. c) waren höchst wahrscheinlich die Querbalken des Fußbodens der ober» Gallerie befestigt.